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Geändert:  03.10.2005

 Erfolgsfaktoren

Oft hört man den Vorwurf, dass Simulation viel zu ungenaue Ergebnisse liefert und in der Realität dann alles anders aussieht. 

Damit Ihnen das nicht passiert, finden Sie hier eine Beschreibung der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

 Simulationssoftware

In den letzten 10 Jahren gab es gewaltige Fortschritte im Bereich Simulationssoftware. Durch neue Konzepte, einfacheres Handling und bessere Entwicklungsmöglichkeiten lassen sich heute Modellgenauigkeiten realisieren, die früher technisch einfach nicht möglich waren.

Ein entscheidender Faktor bleibt aber nach wie vor, sich nicht auf mitgelieferte Standardbibliotheken zu verlassen. Diese sind nun einmal darauf ausgelegt, möglichst viele Anwendungsgebiete abzudecken. Realismus und Präzision bleiben dabei auf der Strecke. Die Annahme, dass Anlagen in der Realität so funktionieren wie die entsprechenden Bausteine in der Simulationssoftware, ist einer der häufigsten Gründe für das Scheitern von Simulationsprojekten. 

Profis verwenden ausschließlich Spezialbibliotheken. Schließlich sollte die Simulation so funktionieren wie die reale Anlage und nicht umgekehrt.

Daneben enthalten selbst moderne Simulationsprogramme immer noch genügend Fehler. Seien es Rechenfehler, falsche Berechnung von stochastischen Funktionen oder auch simple Bugs - die genaue Kenntnis des verwendeten Simulationsprogrammes ist essentiell. Wie wenig Vertrauen so mancher Softwarehersteller in seine eigenen Lösungen hat, erkennt man auch daran, dass in den Schulungen behauptet wird, Simulation liefere nun einmal keine genauen Ergebnisse. 

Aufgrund meiner inzwischen 10-jährigen Erfahrung mit verschiedenen Simulationsprogrammen berate ich Sie gerne herstellerunabhängig über die Stärken und Schwächen der aktuellen Pakete.

 Eingangsdaten

Der alte Grundsatz "Mist rein - Mist raus" gilt natürlich ganz besonders in der Simulation. 

Darum ist die Sammlung und Auswertung der Basisdaten sowie die Beschreibung der Abläufe ein wesentlicher Punkt, um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen. Wichtig ist dabei, einen möglichst breiten Kreis an Beteiligten einzubeziehen, denn der Maschinenführer kann oft ganz andere Informationen liefern als der Produktionsleiter. Diese Datenanalysephase bewirkt gewöhnlich, dass alle Mitarbeiter ein wesentlich besseres Verständnis für die innerbetrieblichen Abläufe bekommen. So entstehen oft schon vor Beginn der Modellerstellung neue Ideen.

 Simulationsspezialist

Der wichtigste Faktor ist natürlich der Simulationsspezialist. Seine Aufgabe ist es einerseits, Schwächen der Simulationssoftware zu kompensieren, und andererseits den Kunden bei Datensammlung und -aufbereitung sowie der Prozessplanung zu unterstützen. Entscheidend dabei ist vor allem, dass der Simulationsspezialist nicht nur über theoretisches Know-How verfügt, sondern auch über jahrelange Praxis in Planung und Realisierung von Industrieanlagen verfügt.

Die folgende Checkliste soll Ihnen die Auswahl erleichtern:

Mindestanforderungen an einen Simulationsspezialisten

Mehrjährige Erfahrung in Planung UND Realisierung von Industrieanlagen

Erfahrung als Projektmanager

Ausgezeichnete Programmierkenntnisse

Ausgezeichnete Mathematikkenntnisse

Analytisches Denkvermögen

Fähigkeit, komplexe Systeme zu verstehen

 Kosten

Eine schlechte Simulation kann ein Vermögen kosten - eine gute Simulation kann viel Geld sparen. .

Die Kosten einer Simulation sind natürlich zunächst abhängig vom Zeitaufwand für die Simulationserstellung. Je nach Qualifikation des Simulationsexperten sind hier Abweichungen um den Faktor 10 keine Seltenheit - von der Qualität des Ergebnisses mal ganz zu schweigen.

Aber auch die Verwendung der falschen Simulationstools kann die Kosten um ein mehrfaches steigern. Dies haben Vergleiche mit anderen (kompetenten!) Simulationsfachleuten schon wiederholt gezeigt. Der Preis einer Simulationssoftware ist dabei kein Indiz für die Leistungsfähigkeit.

Bei Vergabe eines Simulationsprojektes sollten Sie immer mehrere Anbieter vergleichen - selten sind Preis- und Leistungsunterschiede so groß wie im Bereich Simulation!

Laut eigener Erfahrung kostet eine Simulation 0,1-0,3 % der relevanten Investitionssumme.

Bei wiederholtem Einsatz von Simulation und Nutzen entsprechender Spezialbibliotheken kann der Aufwand nochmals massiv gesenkt werden.

Die Simulationskosten beinhalten zwangsläufig auch immer Anteile für Feinplanung bzw. Optimierung, die auch bei Verzicht auf eine Simulation anfallen. Wenn man diese Anteile gegenrechnet, bleibt oft wenig an tatsächlichen Simulationskosten übrig. Doch selbst wenn man die Kosten mit 0,3 % annimmt - ein erfahrener Berater wird Ihnen genügend Optimierungspotential aufzeigen, um ein Vielfaches an Einsparungen zu erzielen.

 
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